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        <title>Pappesatt (1990) | DEFA-Doku über Braunkohle, Arbeiteralltag, Umweltzerstörung und die Widersprüche der Wendezeit</title>
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        <description>Pappesatt ist ein eindringlicher DEFA-Dokumentarfilm von Thomas Schmidt aus dem Jahr 1990 über die Braunkohleförderung in der DDR, die harte Realität der Arbeit im Tagebau und die tiefen ökologischen Verwüstungen, die mit dieser Form der Energiegewinnung verbunden waren. Der rund 29-minütige Film beobachtet ohne belehrenden Kommentar jene Arbeiter, die unter technisch rückständigen und körperlich extrem belastenden Bedingungen Schwerstarbeit leisten mussten, und macht zugleich sichtbar, wie eng Fragen von Produktion, Naturzerstörung und gesellschaftlicher Zukunft miteinander verknüpft waren. Während der Dreharbeiten fiel der 18. März 1990, der Tag der Volkskammerwahl, in die unmittelbare Gegenwart des Films, wodurch Pappesatt auch zu einem seltenen Zeitdokument des Übergangsjahres zwischen DDR, Wende und beginnender kapitalistischer Umstrukturierung wird. Zeitgenössische Einordnungen heben hervor, dass der Film die Hoffnungen von Tagebauarbeitern auf neue Verhältnisse ebenso festhält wie ihre Erwartungen an den Westen und an den Kapitalismus; gerade darin liegt seine historische Schärfe, denn die dokumentierten Gespräche, Landschaften und Arbeitsabläufe zeigen ein Land, das ökonomisch, sozial und ökologisch an einen kritischen Punkt geraten war. Aus einer sozialistischen Perspektive ist Pappesatt deshalb besonders interessant, weil der Film weder in antikommunistische Triumphgeschichten verfällt noch die materiellen Probleme beschönigt, sondern die zentrale Frage offenlegt, wie Industrie, Arbeit, Natur und gesellschaftliche Verantwortung organisiert werden müssen, damit weder Mensch noch Umwelt den Preis für politische und ökonomische Fehlentwicklungen zahlen. Die DEFA-Stiftung beschreibt den Film als Darstellung eines tragischen Konflikts zwischen Braunkohleförderung, Naturzerstörung und der Last jener, die diese Arbeit verrichten; das Deutsche Historische Museum hebt hervor, dass in Pappesatt die zerstörten Tagebaulandschaften zum Sinnbild eines „ausgekohlten“ Landes werden. Damit ist diese Dokumentation nicht nur ein wichtiges Stück Filmgeschichte der späten DDR, sondern auch ein aufschlussreicher Beitrag zu Fragen von Energiepolitik, Klassenlage, Umweltfolgen, Deindustrialisierung und deutscher Zeitgeschichte.</description>
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